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  • TYP168

Container Motor Vessel Neuenfelde Teilbausatz

492,41 €
Bruttopreis

Container Motor Vessel Neuenfelde 1:100 Open Top Sihp

Teil Bausatz mit CNC Frästeilen.

Menge
Nur noch wenige Teile verfügbar

 

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Länge ü.a.              1344 mm

Breite:                     225 mm

Tiefgang:                   87 mm

CNC Frästeile: Grundaufbau Freifallgestell mit Boot, Cellguid, Luken, opentop Süll, Wellenbrecher.

Open-Top Containerschiff Typ Sietas 168
Seit dem Anfang der Containerisierung Ende der 1960er Jahre wurden zahlreiche Versuche unternommen, den internationalen Containertransport zu optimieren. Zunächst betraf dies die Infrastruktur in den Häfen. Im Gegensatz zum traditionellen Stückgutumschlag benötigen Container nämlich keine Lagerschuppen, dafür aber viel freie Fläche, um nur ein Beispiel zu nennen. Auch die bisherigen Stückgutfrachter waren für den Transport von Containern kaum geeignet. Nachdem man  Containerschiffe entwickelt hatte und in den Häfen Terminals mit Kranen (Containerbrücken)  zur Verfügung standen, breitete sich der Containerverkehr immer mehr aus,  schneller auch, als dies selbst Experten vorausgesagt hatten.
Trotz aller Fortschritte blieben aber einige Probleme bestehen. Aus Stabilitäts- und Sicherheits-gründen können Container an Bord selten an der idealen Stelle platziert werden. So müssen schwere Container unten im Rumpf, leichte oder Gefahrgutcontainer dagegen an Deck, weit weg von der Maschine,  gestapelt werden.  Dieser Umstand macht es erforderlich, dass in einem Hafen zunächst alle Container, die auf dem Lukendeckel stehen, heruntergenommen und an Land „geparkt“ werden müssen, wenn Container im Rumpf geladen oder  gelöscht werden sollen. Anschließend muss der Lukendeckel ebenfalls entfernt werden, damit man an die im Rumpf befindlichen Container überhaupt herankommt. Dies ist natürlich nicht ideal, weil u.U. viele unnötige Hubbewegungen erforderlich sind.
Holländische Ingenieure kamen daher in dem 1980er Jahren auf die Idee, ein Schiff ohne Lukendeckel zu entwickeln. Diese Entwicklung, genannt „open top“ oder „open hatch“ Containerschiff,  war nicht besonders erfolgreich, wurde aber von deutschen Werften aufgegriffen, z.B. baute HDW in Kiel in den 1990er Jahren einige Containerschiffe mit teilweise offenen Luken. Durchgesetzt hat sich diese Idee in der großen Fahrt dennoch nicht. Zwar funktionierte das Prinzip gut, weil große Schiffe aber ohnehin nur wenige Häfen anlaufen, hielt sich die erhoffte Zeitersparnis in Grenzen. In der Zubringerfahrt, dem sog. Feederverkehr, sah dies allerdings anders aus. Durch die vergleichsweise kurzen Fahrt-strecken und die zahlreichen Häfen, die angefahren werden, sollte sich, so die Überlegung, der Vorteil der Containerschiffe ohne Lukendeckel besonders gut zeigen.
Die Hamburger Sietas-Werft, Spezialistin für kleinere Containerschiffe, entwickelte zunächst einen Typ mit 700TEU und teilweise offenem Laderaum (Typ 160, „open hatch“), von dem ab 1999 13 Stück gebaut wurden. Bekannt wurde dieser Schiffstyp v.a. durch die „Borussia Dortmund“ und die „Werder Bremen“, die in den jeweiligen Vereinsfarben gepönt wurden. Als besonders erfolgreich erwies sich aber das Nachfolgemodell: Der Typ 168, mit gut 11400 tdw und einer Kapazität von 868 Containern. Gut  50 Exemplare wurden gebaut, womit der Typ 168 zu den am meisten gebauten Containerschiffen überhaupt zählt.  Auch dieser Typ ist nicht ganz offen, sondern nur der Haupt-Laderaum. Die Luken vorn sind weiterhin mit konventionellen Luken abgedeckt (dies hat v.a. Sicherheitsgründe, denn das Vorschiff nimmt bei schwerer See trotz der überdachten Back zuweilen Wasser über). Optisch unterscheiden sich die jeweiligen Einheiten leicht; mache Exemplare sind mit geschlossener Brücke und Eisklasse ausgestattet, manche dagegen haben eine offene Brücke und Krane (Typen 168, 168a und 168b).  Abgesehen von der Eisklasse ist der Rumpf weitgehend identisch. Einige wenige Exemplare wurden später verlängert und trugen dann mehr als 1000 TEU. Noch heute existieren alle Einheiten und sind häufig in Häfen oder z.B. auf dem Nord-Ostsee-Kanal zu sehen.
Nicht zuletzt wegen der idealen Größe und den vielfältigen Möglichkeiten der Farbgestaltung ist der Typ 168 ein ideales Modellvorbild. Sie können, neben dem Rumpf, auch einen Satz mit Frästeilen für den Aufbau, die Decksausrüstung etc. erhalten. Auch weiteres Zubehör (z.B. das Freifall-Rettungsboot) ist im Materialsatz enthalten.

Con-019 Te.